schritte
die ersten drei schritte fühlten sich an, als sei er um die knöchel mit unsichtbaren bändern ans hinten gefesselt. er pausierte, setzte sich an den straßenrand, schlief ein weilchen. der vierte und fünfte schritt später schienen ihm weniger beschwerlich. er erklärte es sich mit der kurzen, erholsamen rast. ab dem sechsten gesellte sich ein frettchen zu ihm. er bemerkte es nicht gleich, denn das tier verschwand immer wieder im gebüsch. das unregelmäßige aufblitzen seines fells zwischen blättern und ästen ließ ihn schließlich hinschauen, und so bemerkte er beim elften schritt, daß er einen begleiter gefunden hatte. beim siebzehnten war es morgen geworden. das frettchen schnupperte zufrieden mit hochgestellter schnauze. er selbst aber wendete sich um, lächelte und dachte erstaunt daß er ihren namen vergessen hatte.
euka-pirates - 2008.04.29, 11:47 -
