herzuhr
und komme zurück, und bin immer noch ich, und der ort ist immer noch der ort, und immer noch sitzen gespenster im ahorn und vertreiben sich die zeit mit kirschsteinewerfen auf passanten . und immer noch springen frösche in den tümpel beim krämerladen. und ich denke, auch du wirst dich nicht verändert haben, wirst immer noch verschwunden sein und fern. bis du kommst, denke ich es. vom quai her kommst du mit zerzaustem haar und ölspuren auf der stirn. und plötzlich: die gespenster legen sich schlafen, zum ersten mal in hundert jahren. die frösche sitzen bewegungslos. da bist du ja, sagst du, als wären nicht hundert jahre vergangen, und legst den kopf schräg dabei. und, sagt du, warum hast du mich so lange warten lassen? und ich denke, die uhr: meine >herzuhr, sie muß gestolpert sein.
euka-pirates - 2007.08.19, 12:15 -

Estragon: Dasselbe wie Du, ich guck in den Mond
(Warten auf Godot von Samuel Beckett)
@ sturznest