wagabund, mein name. mit w wie wilfried (für lars)
der wagabund und sein kamel streifen durch die weinberge in richtung rohracker. das heißt: sie streifen abwärts, denn sie kommen oben vom fernsehturm. es sind etwa sechsundzwanzig grad, die sonne scheint: frühlingssonne. das wasser ist ihnen ausgegangen. kein großes problem für das kamel, das beim wiederkäuen leise, schmatzende geräusche macht. für den wagabunden schon eher. plötzlich ist der weg asphaltiert. das kamel rümpft die nase. frau scheuerle steht am zaun ihres gartens. sie betrachtet die beiden, die genau da stehengeblieben sind, wo der sandweg aufhört. der wagabund schiebt das basecap aus der stirn. frau scheuerle sagt: kann ich ihnen ein glas wasser anbieten? das kamel schnaubt. der wagabund lächelt. frau scheuerle ist eine intuitive person. und sie hat seit jeher eine schwäche für wagabunden.
euka-pirates - 2007.04.24, 00:15 - text für bastard-project.com
