buchkampf

sie war begeistert. ein angenehmer zustand: innen wie außen schienen angefüllt. mit geistern eben. flüchtig, wie sie waren, gelang es ihr nicht recht, sie auszumachen. schließlich aber entdeckte sie den schlafenden und zuckte zusammen. er lag seitlich auf keinem boden, schaute ernst. wie kannst du schlafen und schauen zugleich? fragte sie. ich warte, seine stimme klang tief. worauf? darauf, antwortete er, daß du mich endlich schreibst. sie sah zu boden, schüttelte den kopf. gib sie frei, er winkte in richtung der anderen, und schreib mich. ich fürchte mich, flüsterte sie. dann laß mich gehen!, forderte er. wenn du gehst, sterbe ich, gab sie erschrocken zurück. also tu endlich deine arbeit, knurrte er und stand auf und plötzlich war da der stift und das heft und die angst in ihrem nacken. aber sie schrieb ihn die ganze nacht hindurch.
Markus A. Hediger - 2007.02.19, 11:03

und am morgen,

als die sonne aufging, waren sie beide erschöpft. aber schlafen mochten sie nicht.

eukapi - 2007.02.19, 23:52

@ markus:

nein...
nein, nein....
gewiß mochten sie das nicht!
zum schlafen ist das leben viel zu kurz.
wozu schlafen, wenn man doch die ganze nacht auf's zauberhafteste gerungen hat. schließlich liegt einem der tag nach solch einem erlebnis vollständig zu füßen,
nicht wahr...
Sturznest - 2007.02.19, 11:30

Elkes Schwester

ich mag das sehr, wenn im Text mit dem Text gespielt wird, das mache ich mit Elke dauernd und ich mag es noch lieber, wenn es andere tun, weil ich das Gefühl habe, ich bin nicht alleine auf der Welt damit, wobei, bin ich natürlich auch nicht, Gogol hatte das getan und andere auch, Sie zum Beispiel und im Gegensatz zu Gogol habe Sie Ihre Nase noch, nehm ich mal an)

eukapi - 2007.02.19, 23:48

@ sturznest:

das ist immer so traurig, wenn sie ihre kommentare wieder löschen. manchmal braucht es halt einen moment, bis piraten so zum antworten konmen. sie sind vielbeschäftigt müssen sie wissen. permanent müssen schwarze segel gehißt und wieder eingeholt werden, die totenköpfe, wenn sie löchrig werden, was öfter vorkommt, müssen gestopft werden, die ratten gefüttert, die planken mit schimmel bestreut, damit alles seine richtigkeit hat, und kaum kommt man dann abends in die kajüte, um die drei worte aufzuschreiben, die man den ganzen tag in sich hat reifen lassen, bei all dem geentere und all dem kanonendonner und all dem wüsten beschimpfe sämtlicher sogenannter hoheitsgebiete sämtlicher sogenannter nationalstaaten, da ist dann das kommentar gelöscht, zum beispiel auch das über die entspannten, schönen teheraner gesichter kürzlich an anderer, gewissermaßen verwandter stelle, sie wissen schon, und nun auch das von elkes schwester, jedenfalls das ursprüngliche, und warum, gönnen sie mir nicht einfach BEIDE kommentare. das wüßte ich ja mal gern. aber wirklich...

und ich gehe als leuchtendes vorbild voran und gönne ihnen auch zwei, sehen sie

:
eukapi - 2007.02.19, 23:51

@ sturznest:

nase. meine nase. über meine nase müßte länger gesprochen werden, so lange, daß es schon wieder vollkommen uninteressant wäre, vor allem die frage danach, ob sie noch existiert oder nicht. also meine nase, was soll ich sagen?

aber diese ganzen g's die da bei ihnen und der hochdame der gedichte hochdame der gedichte dauernd zitiert werden, die sind für eine vollkommene nicht-germanistin und nicht-romanistin und was kann man noch alles nicht-sein?, nicht-anglistin, na, sie wissen schon, usw, wie ich es bin, doch sehr, wirklich sehr beeindruckend.

und dann fehlen ihnen auch noch die nasen...!
Sturznest - 2007.02.20, 04:09

aber...

elke hat doch gar keine schwester...und der KOmmentar war einfach nicht gut, deshalb hab ich gelöscht, weil ich bei Herrn parallalie gelernt haben möchte dass man ein bißchen um seinen wortschatz herumgehen muss, ihn immer wieder betrachten nicht immer diese gleichen worte benutzen soll, schön und wunderbar sind wirklich ganz und gar kläglich, es se denn es falle einem sonst nichts ein, aber das kann ja nicht sein irgendwie.
meinen kommentar über teheran (ich hab immer angst es falsch zu schreiben, ich kann ohnehin nur einen städtenamen richtig schreiben und der heißt Sarajevo, aber so aussprechen dass es schon klingt wie die reinste lyrik das könne nur die Bosnier selbst) habe ich gelöscht weil ich vielleicht glaubte dass es den nicht mehr braucht.
Mir haben die bilder außerordentlich gut gefallen, weil sie das widerspiegeln das eigentlich jeder wissen sollte, dass es nicht nur streng dreinblickene menschen in einer stadt gibt die wenn man es genau nimmt dann doch größer ist als dieses mittelhessische gießen hier :-).
bleibt zu hoffen dass es so bleibt und dass sie kein bagdad, kein grosny wird und bitte auch kein sarajevo.
obwohl man dort wieder beginnt zu leben, oder besser, zu existieren.
So jetzt ist genug, jetzt geh ich nach draußen, die müden Ratten wecken um sie zu ihnen zu schicken, denn dort werden sie gefüttert und das kommt auch nicht alle tage vor.



Ps: ich stehe mit den germanisten eher auf kriegsfuß, ich liebe bloß die literatur und das tun Sie ja auch.

was geht?

2011/2012
ab dezember entstehen fünf zehn zeiler für das ensemble >gelber klang.

der >bildermacher und der >büchermacher haben die piratin überredet, die geschichte des "Eigenartigen Hauses" als mini - fortsetzungsroman zu erzählen. er beginnt am >9. juni. und die bilder dazu gibt es - wie könnte es anders sein? - im >logbuch

2010
das buch zum blog: am 17. märz ist das zehn-zeilen-buch im print bei der edition AZUR erschienen! alle weiteren infos dazu findet ihr >hier

2008
der >isla-volante-literaturpreis geht in 2008 an die zehn zeilen! eukapirates zupft das rote tuch vom haar, verbeugt sich formvollendet und murmelt leise: >danke schön...

2007
im >januar geht das zehn zeilen blog online

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was die piratin hier tut

seit 9. juni 2011
einen minifolgeroman schreiben, den der >bildermacher im logbuch illustriert... die früher übliche zehn-minuten-schreibzeit gilt im moment nicht.

bis zum 8. juni 2011
max zehn minuten schreiben, max zwei mal überarbeiten, max achthundertfünfzig zeichen mit leerzeichen.
dann: flaschenpost ins weltweitewogen schicken. das ganze, wenn die see nicht zu rau ist, täglich - die see ist allerdings oft rau.
schließlich: segel hissen, weiterschippern...

mehr zeilen...

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