kanon
es waren die briefe, die uns schließlich zum schweigen brachten. sie faßten uns an den händen und geleiteten uns zu ihm. zu beginn sträubten wir uns: wir wollten brieftanzen und postlachen und einander fernbleiben. die briefe sahen sich die sache eine weile lang an, aber als die weile lang genug geworden war, nahmen sie uns entschlossen an den händen und brachten uns zum schweigen. erst kostete es uns allen mut, nicht reißaus zu nehmen. beim mutkosten waren die briefe keine große hilfe mehr. sie ruhten sich aus. sie schliefen. träumten. wir sahen uns ratlos an, kosteten notgedrungen unseren mut allein und blieben tapfer, wo wir waren. du hörtest mein herz singen, wispertest du plötzlich. ich nickte. ich lachte leise und hörte deines im
Der 5. Schlüssel" im kanon dazu.
Der 5. Schlüssel" im kanon dazu.eukapi - 2007.01.21, 10:46 -

Menno
Aber so etwas brauchen wir Dichter ja.
Ich werde Ihnen aber nicht die Geschichte von Tina erzählen, die gibts ja wie gesagt zu HUnderten, teilweise schwirren sie ja auch im Internet herum, weil ich ja selten etwas für mich behalten kann.
Jedenfalls, als ich den Text las, dachte ich an diese wunderbaren (wie oft werde ich dieses Wort noch benutzen) Briefe, die ich alle festhalten, mich an sie festkrallen möchte, die Zeit zurückrufen, als wir uns wirklich drei Briefe in der Woche schrieben, richtige Briefe mit richtigen Worten und Sätzen und Rechtsschreibefehler auf meiner Seite, tausend Gedichte gibt es davon und sie setzen einfach noch einen Text drauf, als würden Sie diese Tina auch kennen.
Ich bedanke mich sehr für diesen Text...
ich muß gestehen: nein. nein, die kenn ich nicht.
tom.
dieser da, der das herz singen hörte, der hieß tom.
aber natürlich haben tinaundtom eine menge gemeinsam. das liegt auf der hand und steht auf dem blog und sitzt auf dem dach. aber auch auf der hand und dem blog und dem dach sind die beiden einigermaßen verschieden in vielerlei hinsicht. die welt ist ein rätselhafter ort und ich danke ihnen sehr für ihren dank.