kanon

es waren die briefe, die uns schließlich zum schweigen brachten. sie faßten uns an den händen und geleiteten uns zu ihm. zu beginn sträubten wir uns: wir wollten brieftanzen und postlachen und einander fernbleiben. die briefe sahen sich die sache eine weile lang an, aber als die weile lang genug geworden war, nahmen sie uns entschlossen an den händen und brachten uns zum schweigen. erst kostete es uns allen mut, nicht reißaus zu nehmen. beim mutkosten waren die briefe keine große hilfe mehr. sie ruhten sich aus. sie schliefen. träumten. wir sahen uns ratlos an, kosteten notgedrungen unseren mut allein und blieben tapfer, wo wir waren. du hörtest mein herz singen, wispertest du plötzlich. ich nickte. ich lachte leise und hörte deines im Der 5. Schlüssel" im kanon dazu.
Sturznest - 2007.01.21, 21:43

Menno

ich kann doch nicht dauernd etwas zu Ihren Texten sagen. Nun schwatzhaft durch die gelesenen SextonBriefe muss ich es aber doch sagen, das ist sonderbar das zu lesen, weil ich sowas Tausend und vierunddreissig mal schon geschrieben habe,(aber Ihr ist natürlich Ihres, ihr ganz und gar eigenes..) dieses Spiel mit den Briefen, die etwas so klares sein können, viel klarer als sich treffen und diesen Mist, der ab und an auch schön sein kann, inllusive bitteren Nachgeschmack und zwar immer.
Aber so etwas brauchen wir Dichter ja.
Ich werde Ihnen aber nicht die Geschichte von Tina erzählen, die gibts ja wie gesagt zu HUnderten, teilweise schwirren sie ja auch im Internet herum, weil ich ja selten etwas für mich behalten kann.
Jedenfalls, als ich den Text las, dachte ich an diese wunderbaren (wie oft werde ich dieses Wort noch benutzen) Briefe, die ich alle festhalten, mich an sie festkrallen möchte, die Zeit zurückrufen, als wir uns wirklich drei Briefe in der Woche schrieben, richtige Briefe mit richtigen Worten und Sätzen und Rechtsschreibefehler auf meiner Seite, tausend Gedichte gibt es davon und sie setzen einfach noch einen Text drauf, als würden Sie diese Tina auch kennen.
Ich bedanke mich sehr für diesen Text...

eukapi - 2007.01.21, 22:12

tina.
ich muß gestehen: nein. nein, die kenn ich nicht.
tom.
dieser da, der das herz singen hörte, der hieß tom.
aber natürlich haben tinaundtom eine menge gemeinsam. das liegt auf der hand und steht auf dem blog und sitzt auf dem dach. aber auch auf der hand und dem blog und dem dach sind die beiden einigermaßen verschieden in vielerlei hinsicht. die welt ist ein rätselhafter ort und ich danke ihnen sehr für ihren dank.
turmsegler - 2007.03.23, 17:14

Nachricht für Hilbi

Ich war schon da. Aber ich hab Dir den Schlüssel liegen lassen :-)

blogger.de:ksklein - 2007.03.23, 18:04

und hast damit jedem (durch die aktuellen beiträge) verraten, wo der schlüssel versteckt liegt. :)
euka-pirates - 2007.03.23, 21:59

@ ksklein: in der tat! und ich hab noch versucht, die akt. beiträge anders einzustellen, aber mindestens ein beitrag ist immer drin. und hätte ich die kommentare rausgenommen, hätte der frisch veränderte kanonbeitrag als jüngster dort gestanden... macht aber gar nix: auch eine kurze suche kann vergnüglich sein ;-)

was geht?

2011/2012
ab dezember entstehen fünf zehn zeiler für das ensemble >gelber klang.

der >bildermacher und der >büchermacher haben die piratin überredet, die geschichte des "Eigenartigen Hauses" als mini - fortsetzungsroman zu erzählen. er beginnt am >9. juni. und die bilder dazu gibt es - wie könnte es anders sein? - im >logbuch

2010
das buch zum blog: am 17. märz ist das zehn-zeilen-buch im print bei der edition AZUR erschienen! alle weiteren infos dazu findet ihr >hier

2008
der >isla-volante-literaturpreis geht in 2008 an die zehn zeilen! eukapirates zupft das rote tuch vom haar, verbeugt sich formvollendet und murmelt leise: >danke schön...

2007
im >januar geht das zehn zeilen blog online

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was die piratin hier tut

seit 9. juni 2011
einen minifolgeroman schreiben, den der >bildermacher im logbuch illustriert... die früher übliche zehn-minuten-schreibzeit gilt im moment nicht.

bis zum 8. juni 2011
max zehn minuten schreiben, max zwei mal überarbeiten, max achthundertfünfzig zeichen mit leerzeichen.
dann: flaschenpost ins weltweitewogen schicken. das ganze, wenn die see nicht zu rau ist, täglich - die see ist allerdings oft rau.
schließlich: segel hissen, weiterschippern...

mehr zeilen...

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